Petition an das Internationale Olympische Komitee
- Das Internationale Olympische Komitee lässt seine Forderung fallen, dass Athletinnen mit intersexuellen Variationen diese diagnostizieren und behandeln lassen müssen.
- Das IOC erlaubt den oben genannten Athletinnen, bezeichnet als intersexuelle Frauen, als Frauen an den Wettbewerben teilzunehmen ohne Diagnosen oder Behandlungen vornehmen zu lassen.
- Das IOC, die Presse und medizinisches Personal bezeichnen Frauen mit intersexuellen Varianten als „Frauen mit intersexuellen Varianten“ und nicht als „Frauen mit Disorders in Sex Development“ (etwa: „Frauen mit Störungen der Geschlechtsentwicklung“).
Menschen mit atypischen innerlichen oder äußerlichen Geschlechtsmerkmalen werden allgemein und historisch als
„intersexuelle Männer“ oder “intersexuelle Frauen“ bezeichnet.
Die Internationale Vereinigung intergeschlechtlicher Menschen („Organisation Intersex International“, OII) ist mit über dreitausend Menschen die weltweit größte intersexuelle Organisation der Welt und auf allen Kontinenten außer der Antarktis vertreten.
Alle Menschen in der Organisation weisen die – auch im Deutschen inzwischen übliche – Bezeichnung „disorders of sex development“ zurück, den das Internationale Olympische Komitee benutzt um uns zu beschreiben. Dieser Begriff pathologisiert unsere Unterschiede, was keine der anderen Bezeichnungen je getan hat und wurde uns im Jahr 2006 aufgedrückt, von einer Gruppe, die vorwiegend ärztlich zusammengesetzt war und unsere Sichtweise nicht einbezogen hat.
Die Frage tauchte auf, ob intersexuelle Athletinnen wirklich weiblich sind, und wir sagen, ja, das sind sie. Wie wir alle gesehen haben, gibt es ein Spektrum von Männlichkeit und Weiblichkeit auch innerhalb der Gruppe der Männer und der der Frauen, selbst ohne die Personen mit intersexuellen Varianten, und im heutigen Rechtssystem ist eine Person entweder männlich oder weiblich. In der Folge sind intersexuelle Menschen die nicht offiziell männlich sind, offiziell weiblich und sollten die gleichen Rechte und Vorteile haben wie jede andere Frau. Sie sollten berechtigt sein, an Sportwettbewerben für Frauen teilzunehmen ohne sich unnötiger medizinischer „Behandlung“ unterziehen zu müssen, die ihr Frausein bestätigt.
Das IOC behauptet, die „Gesundheit der Sportlerinnen könne in Gefahr sein, wenn ihre Störungen nicht festgestellt und behandelt werden“ [1], aber nur ein sehr kleiner Anteil der Frauen mit intersexuellen Varianten hat irgendwelche damit zusammenhängenden gesundheitlichen Beschwerden. Einige haben ein „salt-wasting syndrome” (Anm.: eine Störung der Flüssigkeit- und Elektrolyt-Bilanz) und einige haben innenliegende Hoden, die ein Krebsrisiko bergen. Beide Risiken können wenn nötig diagnostiziert und behandelt werden. [2]
Dennoch vertritt das Internationale Olympische Komitee die Auffassung: „Diejenigen die sich behandeln lassen, dürfen teilnehmen. Diejenigen, die das nicht tun, werden nicht zugelassen.“ [3]
Fälschlicherweise verpackt das Internationale Olympische Komitee seine Forderung als Gesundheitsthema, um die Tatsache zu vernebeln, dass sie Frauen aussortieren, die ihnen zu männlich erscheinen und sie zwingen, ihre „maskulinen Anteile“ „reparieren“, i.e. „feminisieren“ zu lassen, wenn sie an Wettkämpfen teilnehmen wollen. Wir finden, dies ist erstaunlich diskriminieren.
Das Problem mit intersexuellen Athletinnen ist eines der „Fairness“. Wie auch immer, wie oft diskutiert wurde, sind unfaire physische Vorteile endemisch für den Sport. Männer mit niedrigem Testosteron Niveau haben schon immer Nachteile gehabt, ohne dass sie danach gerufen haben, ihre Konkurrenten vom Wettbewerb auszuschließen. Außerdem besitzen viele männliche Sportler einen körperlichen Zustand der ihnen in ihrer jeweiligen sportlichen Disziplin Vorteile verschafft. Die einzige faire Lösung ist, dass das Internationale Olympische Komitee die physischen Fähigkeiten von Frauen begrüßt, statt sie zu regulieren – genau wie das bei Männern bereits getan wird.
Quellen:
Name, Land, Organisationen, etc.